Was stimmt denn nun?

Was stimmt denn nun?

Am 08.12.2015 hatten wir im Rat der Stadt Velbert beschlossen, im Gebäude der Hardenbergschule in Velbert-Neviges einen Teilstandort der Hauptschule Martin-Luther-King-Schule einzurichten. Die Entscheidung wurde getroffen, da nach endgültiger Auflösung der Hardenbergschule zum 31.07.2016 die verbleibenden Schüler der Jahrgänge 8 bis 10 mangels fehlender Raumkapazitäten an der Martin-Luther-King-Schule nicht in Velbert-Mitte beschult werden könnten.

Am 13.04.2016 teilte die Schulleitung der Martin-Luther-King-Schule dann mit, dass die Dependance-Lösung des Gebäudes Hardenbergschule nicht in Anspruch genommen werden brauchte. Also zogen die Schüler aus Neviges nach Velbert-Mitte.

Jetzt stellt die Schulleitung der Martin-Luther-King-Schule auf einmal fest, dass nicht mit einem Rückgang, sondern mit einer Steigerung der Schülerzahlen zu rechnen sei und man fordert die Stadt auf, mehrere Container auf dem Parkplatz an der Martin-Luther-King-Schule zu stellen. Aus Kostengründen kam jetzt die Dependance Lösung mit der Hardenbergschule in Neviges wieder ins Gespräch.

Aber – oh Wunder – von der Verwaltung wurde uns auf einmal mitgeteilt, dass plötzlich und unerwartet aus Brandschutzgründen ein Umzug nach Neviges nicht mehr in Frage käme und Teile der Schülerschaft dann besser in der Lindenstraße in Velbert-Mitte unterzubringen wären. Dadurch würden sowohl Busfahrten einiger Schüler von Velbert nach Neviges entfallen und die Lehrer müssten auch nicht pendeln, was bei einigen von diesen am Anfang schon auf Widerstand stieß.

Jetzt müssen wir uns allerdings fragen, was sind die wahren Gründe? Hat man in 1,5 Jahren die Hardenbergschule in Neviges so vergammeln lassen, dass jetzt auf einmal gravierende Mängel auftreten, oder hat man nur Angst davor, dass sich einige Eltern und Lehrer jetzt über den längeren Weg aufregen? Es wäre schön, wenn eine stichhaltige Erklärung stattfinden könnte, denn in der Ratsvorlage ist von Brandschutzmängeln keine Rede mehr.

Dirk aus dem Siepen
Fraktionsvorsitzender UVB Velbert
Velbert, 25.06.2017