Wäre das auch etwas für uns?

Wäre das auch etwas für uns?

Im Moment stellt Dänemark sein Gesundheitswesen komplett auf den Kopf. Statt viele Krankenhäuser gibt es in Zukunft nur noch wenige große Krankenhäuser. Das Konzept, welches dahintersteht, lautet: Nicht die Patienten warten im Krankenhaus auf ihre Behandlung, sondern die Krankenschwester wartet an der Haustür darauf, dass sie geöffnet wird.

Nur wer schwer krank ist, soll künftig im Krankenhaus behandelt werden. Alle anderen sollen dann zu Hause betreut werden. Damit soll die Versorgung der alternden Bevölkerung effizient und finanzierbar gemacht werden und man kann gleichzeitig den Patienten entgegenkommen. So viele Patienten wie möglich sollen zu Hause versorgt werden, statt im Krankenhaus liegen zu müssen.

Studien in Dänemark zeigen, dass Menschen besser genesen, wenn sie im vertrauten Umfeld sind. Ihre Behandlung kostet sehr viel weniger, wenn sie kein Krankenhausbett belegen und die Betten bleiben für dringendere Fälle frei.

Auch hier wird ein Umbau der Krankenhauslandschaft notwendig, der die Versorgung der alternden Bevölkerung sichert und finanzierbar macht.

In Deutschland gibt es rund 1950 Krankenhäuser. Wissenschaftler kamen schon vor zwei Jahren zu dem Schluss, dass wir auf einen Großteil der Krankenhäuser verzichten könnten, wenn es dafür wenige hundert Klinikzentren gäbe. Weniger Klinikbetten bedeutet auch, weniger Belegungszeit. Meiner Meinung nach, gibt es auch keine bessere Versorgung als in den eigenen vier Wänden.

Dirk aus dem Siepen
Fraktionsvorsitzender UVB Velbert
Velbert, 02.12.2018