Gefahr im Krankenhaus?

Gefahr im Krankenhaus?

Nachdem immer mehr Ärzte empfehlen, das Krankenhaus zu meiden und sich da nur behandeln zu lassen, wenn es sonst keine Möglichkeit mehr gibt, sollten sich doch die Verantwortlichen schnellstens mal Gedanken machen. Die Wahrscheinlichkeit nach einer Operation an einer Infektion zu sterben ist für Patientinnen und Patienten im Ruhrgebiet überdurchschnittlich hoch.

Wir halten dies für ein bedeutsames Problem und haben deshalb schon vor einigen Jahren den Geschäftsführer des hiesigen Klinikums auf die Problematik angesprochen, doch getan hat sich wenig. Man redet das Problem klein und verweist häufig darauf, dass man kaum sicher sagen kann, was zum Tode geführt hat – die Erkrankung oder der multiresistente Keim.

Dass Patienten die Keime mit sich ins Haus tragen können ist bekannt, aber es gibt Möglichkeiten das Risiko drastisch zu verringern. Positive Beispiele einzelner Kliniken zeigen, dass durch ein konsequentes Sepsis-Management die Sterblichkeit um circa ein Drittel gesenkt werden könnte. Das beste Beispiel sind die Niederlande, die mit einem Einlieferungstest die Infektionsrate gesenkt haben.

Unsere Krankenkassen verdienen Milliarden, warum wird kein Geld für Einlieferungstests bezahlt? Denn wahrscheinlich lassen sich die Kliniken nur so davon überzeugen, dass dies ja wohl schnellstens eingeführt und umgesetzt werden muss.

Dirk aus dem Siepen
Fraktionsvorsitzender UVB Velbert
Velbert, 28.03.2019