Ist Hundesteuer noch zeitgemäß?

Ist Hundesteuer noch zeitgemäß?

Im Jahr 1807 wurde in Offenbach am Main erstmalig eine Hundesteuer erhoben. Diese war zweckgebunden und diente zur Tilgung der städtischen Kriegsschulden. Nach und nach beschlossen weitere Städte und Gemeinden eine Hundesteuer einzuführen. Damals war der Grund hierfür die Verbreitung von Tollwut. Man wollte die Anzahl der Hunde reduzieren, um so eine Ansteckung der Menschen zu verhindern.

Heutzutage hat sich die Hundesteuer so etabliert, dass seit dem Jahr 2011 alle 396 Kommunen in NRW eine Hundesteuer erheben. Heute ist die Hundesteuer eine Bagatellsteuer. Sie dient keinem Zweck und wird meist mit der Begrenzung der Zahl der Hunde im Gemeindegebiet erklärt.

Die Hundesteuer ist fast in allen Gemeinden in der Höhe unterschiedlich. 304 Kommunen sehen einen gesonderten Steuersatz für gefährliche Hunde vor. Dies bezieht sich auf Hunderassen wie z.B. Rottweiler und American Bulldog. In fast allen Kommunen wird auf Antrag Steuerbefreiung gewährt für Hunde, die ausschließlich zum Schutz und der Hilfe Blinder, Gehörloser und sonstiger hilfloser Personen gilt.

Wir halten die Hundesteuer (Bagatellsteuer) heute nicht mehr für zeitgemäß und fordern ihre Abschaffung.

Und im Übrigen, wie wäre es, wenn die Stadt bis zum Baubeginn, überlegen würde, ob sie nicht solange einen Teil des Großen Feld als Hundewiese für Velbert zur Verfügung stellen könnte.

Dirk aus dem Siepen
Fraktionsvorsitzender UVB Velbert
Velbert, 24.05.2019