Grundrente, gut gemeint aber wieder nicht zu Ende gedacht!

Grundrente, gut gemeint aber wieder nicht zu Ende gedacht!

Nachdem die SPD ja unbedingt Wählerstimmen sucht, hat sie kürzlich ihr Sozialstaatskonzept 2025 beschlossen. Eine teure Umverteilung von Steuergeldern zugunsten Bedürftiger. Die Idee ist die Einführung einer steuerfinanzierten Grundrente, die allerdings mindestens 5 Mrd. Euro jedes Jahr kosten würde. Aber ich sehe nicht nur den finanziellen Aspekt, sondern die Grundrente verstößt meiner Meinung nach gegen den geltenden Grundsatz von Leistung und Gegenleistung.

Im Moment gilt noch: Wer viele Beiträge zahlt, erhält später eine höhere Durchschnittsrente und umgekehrt. Dies halte ich für ein einfaches, aber gerechtes Prinzip. Wenn dann später die Rente zu wenig ist und nicht reicht, dann hilft auch jetzt schon der Steuerzahler in Form einer Grundsicherung. Dies hat im letzten Jahr knapp 6 Mrd. Euro für die Grundsicherung im Alter gekostet.

Die SPD will auch keine Bedürftigkeitsprüfung bei der Grundrente in Zukunft zulassen. Ich finde nur damit kann diese wirklich richtig wirken, um vor Altersarmut zu schützen. Bei Abschaffung der

Bedürftigkeitsprüfung, profitieren auch alle, welche die Grundsicherung gar nicht benötigen. Wer Rücklagen, Vermögen oder weitere Renteneinkünfte hat, benötigt die Grundsicherung sicher nicht. So wie von der SPD gefordert, trifft es wahrscheinlich viele Falsche und kostet uns Steuerzahler wieder mal viel Geld.

Dirk aus dem Siepen
Fraktionsvorsitzender UVB Velbert
Velbert, 24.06.2019