Sven Lindemann stellte der UVB Fraktion den Verkehrsentwicklungsplan (VEP) vor

Sven Lindemann stellte der UVB Fraktion den Verkehrsentwicklungsplan (VEP) vor

Fraktionssitzung UVBDie Technischen Betriebe Velbert haben im Rahmen von vielen einzelnen Veranstaltungen, Workshops, Verkehrsüberwachungen / Zählungen und Online Eingaben der Bürger seit 2017 verschiedene Szenarien für die Verkehrsentwicklung in Velbert berechnet. Im Rahmen einer Fraktionssitzung stellte Sven Lindemann von den Technischen Betrieben Velbert den Unabhängigen Velberter Bürgern UVB die Ergebnisse vor.

Ziel der Aktivitäten war es Maßnahmen zu definieren, die den Verkehr möglichst von den Hauptstraßen in der Innenstadt sinnvoll verteilen und teilweise sogar reduzieren sowie Verkehrsflüsse optimieren.

Zur Erreichung dieser Ziel war es unabdingbar auch darauf zu achten, wie man den ÖPNV und auch die Nutzung von Fahrrädern verbessert. Hierzu wurden zunächst aufgrund der Zählungen an fünfzig Standorten in Velbert-Mitte mit Hilfe eines komplexen Berechnungssystematik durch ein Verkehrsplanungsprogramm verschiedene Szenarien betrachtet.

Sven Lindemann
Sven Lindemann

Zunächst wurde betrachtet, wie die Situation im Jahre 2030 wäre, wenn man keine Maßnahmen durchführt d.h. alles so belässt, wie es aktuell ist. Diese würde zu deutlichen Steigerung und Mehrbelastungen auf den Haupt- aber auch Nebenstraßen innerhalb der Innenstadt führen. Beispielweise würde die Anzahl von Verkehrsbewegungen auf der Heidestraße/Heiligenhauser Straße um ca. 4.000, auf der Friedrich-Ebert-Str. um 2.000 und auf der Langenberger Straße um 1.000 pro 24 Stunden steigen.

Auf Grundlage dieser Betrachtung wurden verschiedene Szenarien verfolgt, wie beispielweise deutliche Bevorzugung des ÖPNV, des Individualverkehrs etc., aber auch ein Mix von allen. Am Ende wurde festgestellt, dass das Szenario III eine Kombination von allen das beste Ergebnis im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten ergibt.

 

Dieses Szenario sieht vor, folgende Maßnahmen durchzuführen:

  • Teilweise Öffnung des Innenstadtrings für den Zweirichtungsverkehr sowie Öffnung der Oststraße für den gegenläufigen Verkehr.
  • Errichtung von Ost-, Süd- und Nordtangente zur Entlastung der innerstädtischen Hauptverkehrsstraßen.
  • Durch Verlagerung des Verkehrs auf die Tangenten kann dann innerstädtisch eine attraktive Führung des Radverkehrs erfolgen.

Ich betone, dass wir diesen Prozess positiv begleiten und jede Maßnahme unterstützen werden, die einen besseren Verkehrsfluss auf den Hauptverkehrsstraßen in Velbert ermöglicht – hier müssen auch Optimierungen der Schaltungen der Ampeln insbesondere auf der Friedrich-Ebert-Straße kurz und mittelfristig erfolgen. Grundsätzlich sehen wir die Maßnahmen in dem kombinierten Maßnahmenmix des Szenarios III als richtig an.

Cem Demircan
Stellv. Fraktionsvorsitzender UVB Velbert
Velbert, 11.09.2019