Das Wort am Sonntag 25.10.2018

Das Wort am Sonntag

Zum Aus der Martin-Luther-King-Hauptschule

„Das ist kein Zufall: In der chinesischen Schrift gibt es für die Begriffe „Krise“ und „Chancen“ nur ein Zeichen“
Chinesischer Schriftsteller (unbekannt) ausgehendes 18. Jahrhundert

Als ehemals überzeugter Verfechter des dreigliederigen Schulsystems war ich in der Vergangenheit immer wieder entsetzt und empört über unüberlegte, unnötige und sinnlose Reformen in der Schulpolitik. Über Details will ich mich nicht länger auslassen. Eines steht jedoch fest, Alle Experimente gingen letztlich zu Lasten unserer Kinder!

Profilierungsversuche angeblich kompetenter Kulturpolitiker haben dem einst bewährten System geschadet. Die Hauptschule ist nachgewiesenermaßen die Haupt-Leidtragende! War sie früher noch die Schmiede für solide ausgebildete Facharbeiter, kann sie heute diesem Anspruch leider nicht mehr gerecht werden! Der Hauptschulabschluss ist keine Basis mehr für das Berufsleben!

Die Schulform Hauptschule lag aber bereits im Siechtum, als die M.L.K-Schule geplant und gebaut wurde. Warnungen auch zur Finanzierung wurden nicht wahrgenommen. Das Aus hat nichts mit einer zweiten Gesamtschule zu tun! Dieses Szenario war bereits durch die Entwicklung vorhersehbar.

Es gilt nunmehr in dieser verfahrenen Situation nur eine Alternative entgegen zu setzen! Die Antwort auf die hausgemachte Krise kann nur die zweite Gesamtschule sein! Vor diesem Hintergrund muss das Motto lauten:

Gelebte Chancengleichheit!

In diesem Sinne,
Ihr
Edgar Küppersbusch
25.10.2018